The James Bond Theme – Die Musik des 007

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Das 60 Takte und 1:47 Minuten dauernde Thema ist ein Ohrwurm! Keine andere Filmmusik ist weltweit so bekannt und weckt so viele Assoziationen wie das Thema von Ian Flemings James Bond. Es charakterisiert den Agenten ihrer Majestät in allen Facetten: Action, Abenteuer, Liebe, Spannung und das weltgewandte Leben von 007 werden lebendig sobald nur ein Bruchteil daraus es erklingt

Das James-Bond Motiv war zum ersten Mal bei der Premiere des ersten Bond JAMES MOND JAGT DR. NO am 5. Oktober 1962 im Londoner Palladium Kino zu hören. Seither gehört es, wie der obligatorische Wodka Martini, zu allen vierundzwanzig 007 Movies. Die größten Stars ihrer Zeit haben die Titelsongs der James-Bond-Filme gesungen, unter ihnen Shirley Bassey, Nancy Sinatra, Louis Armstrong, Paul McCartney, Duran Duran, Tina Turner, Madonna und Adele.

Zum Kinostart des neuen James Bond 2018 erzählt diese Dokumentation erstmals umfassend die weitgehend unbekannte Erfolgsgeschichte des James Bond Themas und seiner Modifikationen. Das Kernmotiv schreibt der Musical-Komponist Monty Norman. Er soll die Filmmusik für den ersten James Bond schreiben. Doch die Zeit ist knapp. In der Eile greift er auf einen alten, unveröffentlichten Song „Bad Sign, Good Sign“ zurück. John Berry, der später für die Soundtracks der ersten elf Bonds verantwortlich sein wird, arrangiert das Stück für Orchester. Zwischen Norman und Berry entsteht eines der spektakulärsten Urheberrechtsverfahren, an dessen Ende Monty Norman die Komposition der Bond-Melodie zugeschrieben wird.

Seit JAMES BOND JAGT DR. NO ist dieses ursprüngliche Thema Grundlage und Leitmotiv aller Bond-Filme. Seine Verwandlung von Bond zu Bond erzählt nicht nur die Geschichte des Spions und seiner Darsteller von Sean Connery über Roger Moore bis Daniel Craig, sondern auch vom Zeitgeist ihrer Entstehung. So funktioniert das Thema in unterschiedlichen Musikstilen vom Jazz über den Pop, den Elektropop, den Hip-Hop bis zum Soul. So wie James Bond sich mit jedem Film neu erfindet und doch den alten Mythos pflegt, ist es auch mit seiner Musik.

Axel Fuhrmann und Axel Brüggemann begleiten in diesem Film die Entstehung der neuen James-Bond-Filmmusik und lassen sich von Regisseur und Komponist erklären, wie der Soundtrack zu den einzelnen Szenen entsteht. Sie erzählen wie die Wahl auf den „perfekten Interpreten“ fällt und wie viel Originalsound der 70er Jahre sie bewahren müssen, wie sie die alte Partitur in die Gegenwart übersetzen, damit das James Bond Thema wiedererkennbar bleibt. Das Autorenteam begleitet Musiker, Komponist und Dirigent bei der Produktion im Studio wenn der neue Song eingespielt wird und trifft den Interpreten des neuen Bond-Songs 2018.

Gemeinsam mit Interpreten, Komponisten, Darstellern und Regisseuren der historischen James-Bond-Streifen geht der Film auf eine spannende Spurensuche nach dem Geheimnis des originären Bond-Sounds. Anhand besonders spektakulärer Filmszenen zeigen uns Regisseure und Arrangeure der Bond-Filme, welche Tonsprache und Instrumentierung für welche Stimmung entscheidend ist (etwa orientalische Klänge, russische Musik oder Weltraum-Sounds). Was macht die einzelnen Songs sofort als 007-Musik erkennbar? Was macht sie zeitlos? Und was ist das Geheimnis ihrer „Ohrwurm-Formel“? Wie gut geschüttelt oder gerührt muss der perfekte 007-Sound sein?

Protagonisten der Bond-Filmmusikgeschichte wie Adele erzählen, wie die Mitarbeit am Film ihr Leben und ihre Musik verändert hat: der Bond-Soundtrack war das letzte Stück, das Louis Armstrong vor seinem Tod einspielte, Duran Duran trennten sich nach der Filmmusik und Adele erlangte mit James Bond endgültigen Weltruhm. Für diese Musikdokumentation öffnet der Komponist des Bond Themas, Monty Norman, sein privates Archiv und zeigt seine handschriftliche Original-Partitur, die vor Gericht bewies, dass er der Urheber des Bond Themas ist. Und in London treffen die Autoren den Gitarristen Vick Flick, der das zweite Bond-Thema als genialen Gitarren-Riff erfand und der dieses Stück bis heute, auch mit über 70 Jahren, noch aufführt – es ist sein „Lebenswerk“.