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	<title>dokfabrik &#187; Filme</title>
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	<description>Film- und Fernsehproduktion</description>
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		<title>KLANG DER ERINNERUNG</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 13:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
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		<description><![CDATA["Jeder Abend auf dem Podium bringt neuen Kampf und neuen Sieg für unseres Führers heilige Sache." (Dirigent Franz Adam) 1928 und 1936 entstehen zwei Symphonieorchester, die es ohne die Schreckensherrschaft des menschenverachtenden Hitlerfaschismus nie gegeben hätte. <span class="morelink"><a href="http://www.dokfabrik.de/?p=3144">[+]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Jeder Abend auf dem Podium bringt neuen Kampf und neuen Sieg für unseres Führers heilige Sache.“ (Franz Adam in Die Musik-Woche Nr.36, 1935)</p>
<p>„Man muss die Faust erheben gegen den Antisemitismus. Und diese Faust wird ein erstklas-siges Orchester sein.“ (Bronislaw Huberman 1935)</p>
<p>1928 und 1936 entstehen zwei Symphonieorchester, die es ohne die Schreckensherrschaft des menschenverachtenden Hitlerfaschismus nie gegeben hätte.</p>
<p>In München gründet der Dirigent Franz Adam 1928 das Nationalsozialistische Reichs-Sympho-nieorchester. Es besteht ausschließlich aus arbeitslos gewordenen Musikern, die hitlertreue Nationalsozialisten sind. Acht Jahre später, 1936, gründet der Geiger und glühende Verfechter eines vereinten Europa Bronislaw Huberman in Tel Aviv das Palestine Symphony Orchestra. Hier spielen ausnahmslos jüdische Exilmusiker, die mit Hubermans Hilfe vorwiegend aus dem Deutschen Reich emigrieren konnten. Das eine, ausschließlich der Propaganda verpflichtete Orchester, wird nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst und gerät in Vergessenheit. Seine Musiker kommen nach ihrer Entnazifizierung in Münchener Orchestern unter. Das andere Orchester wird 1948 umbenannt in Israel Philharmonic Orchestra. Es besteht bis heute.</p>
<p>Der Geiger Linus Roth und der Dirigent Joseph Bastian wollen jetzt, unterstützt von Historikern und Musikforschern, erstmals die Geschichten beider Orchester im Rahmen eines international angelegten Filmprojekts erzählen. Beide haben sehr persönliche Gründe, sich auf die spannende Spurensuche nach den Ursachen für die Entstehung und Geschichte beider Orchester zu begeben und die Biografien ihrer Gründer und Musiker zu erforschen. Linus Roth gründete die Mieczysław Weinberg Gesellschaft, mit der das Werk dieses jüdisch polnischen Komponisten erforscht. Roth, der bei dem jüdischen Geiger Zakhar Bronn studierte, dessen Eltern im Dritten Reich nach Russland flohen, wurzelt in der jüdischen Violintradition und konzertiert regelmäßig in Israel. Joseph Bastian, ist im französischen Saarguemines geboren und Chefdirigent der Münchener Symphoniker, die aus dem Orchester Kurt Graunke hervorgingen, dessen Gründungsmitglieder Musiker des NS Reichs-Symphonieorchesters waren. Er will mehr über die historischen Wurzeln seines Orchesters erfahren.</p>
<p>Die Geschichte des Palestine Symphony Orchestra und die Biografie Bronislaw Hubermans sind inzwischen weitgehend gut erforscht. Das NS Reichs-Symphonieorchester, seine kulturpropagandistischen Aufgaben in Frieden und Krieg sowie die Biografien seiner künstlerischen Leiter und Musiker jedoch sind bis heute weitgehend unbekannt. Sie werden in dieser Dokumentation erstmals beleuchtet und den Musikerbiografien jüdischer Musiker, die vor der NS-Herrschaft flohen, um das Palestine Symphony zu gründen, gegenübergestellt.</p>
<p>Unterstützt durch ein musikwissenschaftliches Forscherteam der Universität Münster und der LMU München besuchen Roth und Bastan Nachfahren der Musiker. Sie gehen in die Archive und reisen an Originalorte in Tel Aviv und München, um zu ergründen wie das NS Reichs-Symphonieorchester und das Palestine Symphony Orchestra entstehen konnten und welche entgegengesetzten politischen Ziele ihre Gründer verfolgten &#8211; der Nationalsozialist und Bergsteiger Franz Adam einerseits und der schon in den Zwanzigerjahren für ein vereintes Europa streitende Humanist und Geiger Bronislaw Huberman andererseits.</p>
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		<title>EUROPAS GROSSE FILMPALÄSTE</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 09:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie künden von den Gründerjahren des Kinos. Sie schreiben bis heute Filmgeschichte. Sie sind Stilikonen der Architektur und Hotspots der Retrokultur. Bis heute sind sie Wahrzeichen der Metropolen, in denen sie stehen: Europas größte Filmpaläste.  <span class="morelink"><a href="http://www.dokfabrik.de/?p=3132">[+]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Episode 1 Grand Rex Paris<br />
Episode 2 Lichtburg Essen<br />
Episode 3 Urania Filmpalast Budapest<br />
Episode 4 Tuschinski Theater Amsterdam</p>
<p>Sie künden von den Gründerjahren des Kinos. Sie schreiben bis heute Filmgeschichte. Sie sind Stilikonen der Architektur und Hotspots der Retrokultur. Für ihre Besucher Orte der Emotionen, der ersten Berührung, des ersten Kusses, überdauerten sie Kriege und Krisen. Bis heute sind sie Wahrzeichen der Metropolen, in denen sie stehen: Europas größte Filmpaläste. Bis heute werden hier rote Teppiche ausgerollt. Filmstars feiern und feierten hier ihre Premieren.</p>
<p>In vielen Europäischen Metropolen gibt es sie nicht mehr, die großen Kinopaläste, in die einst Tausende strömten. Entweder wurden sie wie in Berlin und Wien im zweiten Weltkrieg zerstört oder sie sind der großen Konkurrenz der Cinemax und Cineplex Kinos zum Opfer gefallen. Von den einst größten und schillerndsten Kinopalästen Europas sind nur noch wenige vollständig erhalten geblieben &#8211; das Grand Rex in Paris, die Lichtburg in Essen, das Tuschinski Theater Amsterdam und der Urania Filmpalast in Ungarn.</p>
<p>Sie sind einzigartige Architekturdenkmale mit historischem Fassaden- und Interieur-Design und Stilikonen des Klassizismus, des Art Deco und des Jugendstils. Wer sie betritt taucht ein in die glamouröse Atmosphäre der Gründerjahre des Kinos und ist umgeben von authentischen Räumen, die nationale und internationale Filmgeschichte geschrieben haben. Räume, in denen die Megastars des Kinos ihre Premieren feierten und bis heute feiern.</p>
<p>In unserer von Retrokultur geprägten Welt nehmen die Kinopaläste einen herausragenden Platz ein. Ob hier Filme gezeigt werden, Blockbuster ihre Premiere feiern oder Popstars wie Madonna Konzerte geben &#8211; als denkmalgeschützte und multifunktionale Bauten haben sie bis heute ihren festen Platz in der Gesellschaft nicht verloren, trotz einer immer bedrohlicher werdenden Medienkonkurrenz durch Netflix und andere digitale Filmplattformen.</p>
<p>Die Filmpaläste, deren Geschichten dieser bildopulente Mehrteiler erzählt, haben damals wie heute ihren festen Platz in den Stadtgesellschaften der Metropolen Europas, denn sie sind Publikumsmagneten nicht nur für die Menschen vor Ort, sondern auch für Touristen aus aller Welt.</p>
<p>Die Filme dieser Doku-Serie changieren zwischen Neudreh und historischem Archivmaterial, mit dem wir zurückblicken bis in die Roaring-Twenties, die goldene Zeit der Kinoarchitektur. Sie zeigen, wie ihre Gründer sich und ihren Kinobesuchern Träume erfüllten und sie erzählen von den Triumphen und Tragödien, die sich hinter ihren Mauern abspielten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>FINLANDIA &#8211; JEAN SIBELIUS&#8217; HYMNE DER FREIHEIT</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Aug 2024 13:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Kein Werk von Jean Sibelius (1865–1957) ist enger mit dessen Biografie verwoben, keines  politisch aufgeladener und keines enger mit dem Kampf der Finnen um Freiheit und Unab-hängigkeit verbunden, keines wird weltweit öfter gespielt als Finlandia.  <span class="morelink"><a href="http://www.dokfabrik.de/?p=3122">[+]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Werk von Jean Sibelius (1865–1957) ist enger mit dessen Biografie verwoben, keines  politisch aufgeladener und keines enger mit dem Kampf der Finnen um Freiheit und Unabhängigkeit verbunden, keines wird weltweit öfter gespielt als Finlandia. Ob gecovert von Pop- oder Heavy Metal-Bands, verwendet als Filmmusik, in England und Italien bekannt als Kirchenlied, von Militär- oder Heilsarmeekapellen gespielt oder bei Flashmobs von Finninnen und Finnen auf der Straße gesungen &#8211; das Werk ist omnipräsent und Teil der finnischen Seele.</p>
<p>Finlandia war und ist das Symbol nationaler Identität der Finnen im Kampf gegen die russische Fremdherrschaft, von der Jahrhundertwende bis zur finnischen Unabhängigkeitserklärung 1919, vom Ersten über den Zweiten Weltkrieg bis heute. 1939 kämpft Finnland wieder gegen Russland. Der Winterkrieg fordert viele Todesopfer. Als Hitlerdeutschland dann am 22. Juni 1941 der Sowjetunion den Krieg erklärt, ziehen eine halbe Million Finnen an der Seite der Wehrmacht in den Krieg. Der Dichter Veikko Antero Koskenniemi schreibt zu diesem Anlass ein patriotisches Gedicht auf den langsamen Mittelteil von Finlandia. Von nun an gilt das Werk endgültig als Hymne aller Finnen.</p>
<p>Sibelius selbst jedoch ist innerlich zerrissen. Einerseits sympathisiert er mit den Nationalsozialisten &#8211; trotz ihrer menschenverachtenden Rassenideologie. Andererseits hat er in England und Amerika, die als Alliierte gegen das Deutsche Reich kämpfen, seine größte Fangemeinde. Ein Dilemma und wirtschaftlich für Sibelius ein Desaster. Er wird von tiefen Zweifeln geplagt. Doch als auf Wunsch von Joseph Goebbels 1942 in Berlin eine deutsche Sibelius Gesellschaft gründet wird, bedankt sich Sibelius überschwänglich in einer Rundfunkansprache, die bei der Eröffnungsfeier im Reichsrundfunk übertragen wird.</p>
<p>Finlandia ist Sibelius Schicksalswerk. Geschrieben auf dem Höhepunkt seines privaten und künstlerischen Lebens ist Finlandia sein größter Triumph. Sogar Leonard Bernstein stellt das Werk in seinen Joung Peoples Concerts als klingendes Beispiel für den Wunsch nach nationaler Freiheit vor. Das Werk macht Sibelius zwar zur Symbolfigur der finnischen Befreiungsbewegung. Doch es ist zugleich auch eng verwoben mit der größten Tragödie seines Lebens. Seine Sympathie für Nazideutschland und die Erkenntnis, dass er sich politisch missbrauchen ließ, stürzen ihn in eine tiefe, seine letzten Jahre überschattende Depression.</p>
<p>Der Komponist, dessen Schicksalswerk den Finnen stets Kraft im Kampf um Selbstbestim-mung und nationale Identität gab, stirbt am 20. September 1957 an einem Hirnschlag. Zehn Tage später überträgt das finnische Fernsehen zu den Klängen von Finlandia die Trauerfeier und Überführung seines Leichnams von Helsinki nach Ainola, wo Sibelius im Garten seines Hauses in Anwesenheit des finnischen Staatspräsidenten, beigesetzt wird.</p>
<p>Gedreht an Originalschauplätzen in Finnland, Deutschland und Österreich erzählt der Film die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte von Finlandia. Im Mittelpunkt steht die Spurensuche der Protagonisten des Films nach Antworten auf die Fragen, wie Finlandia entstand, warum das Werk Sibelius berühmt machte und bis heute weltweit das bekannteste seiner Stücke ist.</p>
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		<title>BERLIN ALEXANDERPLATZ &#8211; EIN ROMAN WIRD OPER</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Feb 2024 16:40:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuletzt verfilmt von Burhan Qurbani - Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ gehört neben „Ulysses“ von James Joyce und „Manhattan Transfer“ von John Dos Passos zu den bedeutendsten Großstadtromanen der Weltliteratur. Jetzt kommt der Romanstoff erstmals auf die Opernbühne! <span class="morelink"><a href="http://www.dokfabrik.de/?p=2922">[+]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1929! Erst zwei Jahre ist es her, seit Walter Ruttmanns „Berlin – Symphonie einer Großstadt“ in die Kinos kam, da erscheint Alfred Döblins Roman „Berlin Alexanderplatz“. Mit UFA-Legende Heinrich George 1930 verfilmt, im gleichen Jahr als Hörspiel aufwendig produziert, im Dritten Reich verboten, in den siebziger Jahren von Rainer Werner Fassbinder in eine vierzehnteilige Fernsehserie gegossen, am Deutschen Theater Berlin 1999 erstmals auf die Schauspielbühne gebracht: „Berlin Alexanderplatz“ gehört, neben „Ulysses“ von James Joyce und „Manhattan Transfer“ von John Dos Passos, zu den bedeutendsten Großstadtromanen der Weltliteratur. Als Bestseller und Schlüsselwerk der Moderne findet „Berlin Alexanderplatz“ weltweit Eingang in Schulen und Universitäten. Alfred Döblin erzählt darin die bewegende Geschichte des wegen Totschlags verurteilten Franz Biberkopf, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis im brodelnden Berlin der zwanziger Jahre in einen vernichtenden Strudel aus Verrat und Verbrechen gerät. Darüber hinaus zeichnet der Roman ein Bild des quirligen Berlins der zwanziger Jahre, von den Menschen und dem ungestümen Tempo der Metropole zwischen Wirtschaftskrise und aufkeimendem Nationalsozialismus. 90 Jahre vor Tom Tykwers TV-Serie „Babylon Berlin“ zeichnet „Berlin Alexanderplatz“ das eindrückliche Portrait einer Stadt, in der wirtschaftliche Probleme immer erdrückender werden, sich extrem linke und rechte Organisationen radikalisieren und das Scheitern der Weimarer Republik zunehmend greifbar wird.</p>
<p>Döblin selbst hält seinen Roman für die Schauspielbühne als ungeeignet. Die in den zwanzi-ger Jahren noch jungen neuen Medien Film und Hörspiel, in denen sich Musik, Geräusch und Text frei verbinden, scheinen ihm wesentlich passender, um die vom Rhythmus und Sound Berlins geprägte Atmosphäre seines Buches authentisch zu transportieren – die Polyphonie der Großstadt, in der es überall „zischt, spricht, dampft, kreischt und kracht.“</p>
<p>Eine Vertonung des Romanstoffes in Form einer Oper, die Döblins eigenen musikaffinen Vorstellungen weitaus gerechter werden würde, blieb bislang aus. Und das, obwohl Döblin, wie er in einem Aufsatz über den „Nutzen der Musik für die Literatur“ schrieb, in der Musik vielfältige Analogien und Bezüge zur Literatur sah. Was Döblin an der Musik reizte, war die „abstrakte Natur des Klangs und des Rhythmus, die den Komponisten befähigt, ein dichtes, vielschichtiges und beziehungsreiches Netz von Zusammenhängen zu knüpfen, ein Schema unseres Lebens zu geben und das Zueinander der Dinge hörbar zu machen.“</p>
<p>Nach Rainer Werner Fassbinders TV-Serie „Berlin Alexanderplatz“ in den achtziger und den ersten Schauspieladaptionen in den neunziger Jahren war es nur eine Frage der Zeit, wann ein Opernhaus den Döblinschen Jahrhundertroman aufgreifen würde. Ziel der Komposition und der Inszenierung am Theater Bielefeld ist es, mit den Mitteln der Oper die Geschichte neu zu erzählen, die Atmosphäre der Zeit und die Emotionen der Protagonisten in Wort, Musik und Klang erlebbar zu machen. Die Oper „Berlin Alexanderplatz“ ist als spartenübergreifendes Musiktheater geplant, das durch Elemente des Schauspiels und Tanzes angereichert wird – ganz wie es der wirkmächtige Romanstoff einfordert.</p>
<p>Der Film zeigt, wie aus dem Großstadtroman „Berlin Alexanderplatz“ eine Oper wird. Aber er ist mehr als die Dokumentation ihres Entstehungsprozesses und ihrer Einstudierung a Theater Bielefeld. Zugleich ist der Film eine spannende Zeitreise von der heutigen Landes-hauptstadt in das Babylon Berlin der zwanziger Jahre. Mit den Machern der Oper, den Komponisten Vivan und Ketan Bhatti, der Librettistin Christiane Neudecker, dem Regisseur Wolfgang Nägele und den Hauptdarstellern geht der Zuschauer vor Ort in Berlin auf eine Spurensuche in Döblins Biografie und entlang der Schauplätze des Romans, entlang der Plätze, Geschäfte, Schlachthöfe, Cafés und Cabarets, in denen die Handlung spielt. Was ist von ihnen übrig geblieben? Was geschieht hier heute? Und „zischt, spricht, dampft, kreischt, kracht und schlägt“ hier noch immer das Herz aus der Zeit des Berlin der zwanziger Jahre? Am Alexanderplatz in Berlin, begegnen wir den Machern und Darstellern der Oper und hier werden die Erlebnisse Alfred Döblins im Berlin der zwanziger Jahre wieder lebendig, die er in seinem Roman verarbeitet hat.</p>
<p>So entsteht ein einfühlsam erzählender Film, bestehend aus drei miteinander verwobenen roten Erzählfäden, der sich, dem Entstehungsprozess der Oper folgend, sowohl auf die biografischen Spuren Döblins in Berlin und Paris als auch in die filmische und radiofone Rezeptionsgeschichte seines Großstadtromans begibt. Eine Dokumentation, die erstmals zeigt, wie wichtig Döblin selbst in seiner schriftstellerischen Arbeit musikalische Bauprinzipien waren und die ebenso ausdrucksstark wie bildreich schildert, wie „Berlin Alexanderplatz“ zu einer Oper wird.</p>
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		<title>SOUNDTRACK OF ARTS</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jan 2024 15:14:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Musikvideos von Beyoncé und Jay-Z, Ariana Grande, Madonna und Lady Gaga zeigen den Louvre und seine berühmtesten Gemälde. Ihre Settings spielen mit den Lichträumen James Turrells und reisen in magischen Bildmontagen durch die Kunstgeschichte. <span class="morelink"><a href="http://www.dokfabrik.de/?p=2971">[+]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Settings der Musikvideos von Beyoncé und Jay-Z, Drake, Deichkind, Ariana Grande, Madonna, Lady Gaga oder Jane Zhang zeigen den Louvre und seine berühmtesten Gemälde. Ihre Musikvideos spielen mit den Lichträumen James Turrells, sie finden statt in Marina Abramovics Performances, sie reisen in magischen Bildmontagen durch die Kunstgeschichte, spielen mit den Bildwelten Edward Hoppers, René Magrits und Georges Seurats.</p>
<p>Dass Musiker sich von Kunstwerken inspirieren lassen ist hochaktuell, doch nicht neu. Schon im 19. und beginnenden 20 Jahrhundert werden Gemälde zum Ausgangspunkt von Musik. Und eines haben die Videos der Popkultur mit den Kompositionen der Vergangenheit gemeinsam – Hören und Sehen, Emotion und Ausdruck, Fühlen und Erleben, Farben und Klang gingen und gehen eine untrennbare Verbindung ein.</p>
<p>Sie sind Meilensteine der Kunstgeschichte und sie hängen im MOMA in New York, im Louvre in Paris, im Prado in Madrid, in den Uffizien in Florenz oder in Münchener Pinakothek. Ihre Maler klingen wie das Who’s Who der Kunstgeschichte: William Blake, Sandro Botticelli, Arnold Böcklin, Theodore Géricault, Yves Klein, Pablo Picasso, Auguste Renoir, Georges Seurat und Michelangelo. Die Komponisten gehören zu den Großen der Musikgeschichte: Claude Debussy, Enrique Granados, Francis Poulenc, Jean Francaix, Max Reger, Franz Liszt, Bernd Alois Zimmermann, Pascal Dusapin.</p>
<p>Gemeinsam mit Kunstexperten, Komponisten, Künstlern, Künstlerbiografen, Regisseuren und Creative Designern aktueller Musikvideos geht diese Mini-Serie der Frage nach wie Spannung, Angst, Trauer, Sehn-sucht, Lust und Liebe klingen? Diese Klänge sind uns, den Filmmusik-Komponisten sei Dank, aus Fernsehen und Kino nur allzu vertraut.</p>
<p>Schon lange bevor die Bilder laufen lernten, wurden Gemälde vertont. Farbe, Bild und Klang stehen seit jeher in engem Zusammenhang. Kein Wunder, dass sich zahlreiche Komponisten von Gemälden inspirieren ließen und die Soundtracks dazu schrieben.</p>
<p>In dieser Serie reisen wir zu den großen Meisterwerken der bildenden Kunst, die Komponisten und Musiker dazu anregten, sie zu vertonen. Wir erfahren die Geschichten hinter den Gemälden und wie, wo und unter welchen Um-ständen sie entstanden, wie sie gestaltet sind und warum sie bis heute an Ausdruck und Anziehungskraft nichts verloren haben.</p>
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		<title>Niederrhein Musikfestival &#8211; Der Film 2021</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2021 10:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[In emotional aufgeladenen und filmisch hochwertig gedrehten Bildern taucht der Film ein in den Mythos von der Alhambra, in die farbenreiche Musikkultur Puerto Ricos und in die räumlich vielfältige Ideenwelt des japanischen Architekten Tadao Ando in der Langen Foundation Neuss. <span class="morelink"><a href="http://www.dokfabrik.de/?p=3016">[+]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="NIEDERRHEIN MUSIKFESTIVAL" href="https://www.youtube.com/watch?v=Ati9_g_Y6rk" target="_blank">FILM ANSEHEN</a></strong></p>
<p>Das Niederrhein Musikfestival ist fest verwurzelt in einer der traditionsreichsten Kulturlandschaften Deutschlands. Das hier angesiedelte Musikfestival fördert die kulturelle Diversität und den Dialog unterschiedlicher Künste, Musik, Malerei, Streetart, Schauspiel, Tanz und Jugendkultur. Mit seinen Education-Projekten erreicht es zusätzlich Kinder und Jugendliche und trägt zu deren musikalisch-künstlerischer Bildung bei. Längst ist das Niederrhein Musikfestival zu einer auch überregional beachteten Kulturmarke geworden.</p>
<p>Den roten Faden des Films bildet der Entstehungsprozess von drei Konzertprogrammen des Jahres 2021 &#8211; von den Arrangements der Musikwerke durch den Geiger Christoph König, über die CD-Produktion eines der Konzertprogramme, die Erarbeitung der Choreographien durch den Choreographen Martin Chaix und die Balletttänzerinnen, die Proben zu zwei Konzertinszenierungen bis zur Realisation der Konzerte.</p>
<p>In lebhaften Eindrücken von den Proben und Konzerten sowie Interviews mit den MusikerInnen, Arrangeuren und Tänzerinnen zu den Themen der Konzerte werden die Projekte des Niederrhein Musikfestivals hautnah und auf emotionale Weise erfahrbar.</p>
<p>In emotional aufgeladenen und filmisch hochwertig gedrehten Bildern taucht der Film ein in den Mythos von der Alhambra, in die farbenreiche Musikkultur Puerto Ricos und in die räumlich vielfältige Ideenwelt des japanischen Architekten Tadao Ando in der Langen Foundation Neuss. Der Film erzählt davon, wie die MusikerInnen ihre Konzerte erarbeiten und proben, was sie dazu bewegt und antreibt und welche Emotionen und Gedanken das Publikum von den Veranstaltungen mit in den Alltag nehmen kann. Die speziell für den Film inszenierten Mehrkamera-Aufzeichnungen und Interviews mit international renommierten KünstlerInnen werden inhaltlich getragen von der Frage: Wie haben verschiedene internationale Einflüsse die Kulturen der Welt geformt und sind Kunst und Musik auch heute noch in der Lage die Welt zu verändern?</p>
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		<title>DIE MOLDAU &#8211; SMETANAS WELTERFOLG</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Oct 2021 15:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Kein Werk Bedřich Smetanas (1824 – 1884) ist mit dessen Biografie enger verbunden, keines politisch aufgeladener und keines wird weltweit öfter gespielt als die „Moldau“. Die bekannteste Tondichtung aus Smetanas Zyklus „Mein Vaterland“ ist das Symbol nationaler Identität der Tschechen.  <span class="morelink"><a href="http://www.dokfabrik.de/?p=2884">[+]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Filmmusik in „The Tree of Life“ (2011) mit Brad Pitt verwendet, von Zarah Leander mit einem Text von Berthold Brecht gehaucht, von der tschechischen Schlagerikone Karel Gott gesungen oder von der französischen Band Kabaret gecovert – die „Moldau“ ist weltbekannt und ein Klassik Hit.</p>
<p>Kein Werk Bedřich Smetanas (1824 – 1884) ist mit seiner Biografie enger verbunden, keines politisch aufgeladener und keines wird weltweit öfter gespielt als die „Moldau“. Die bekannteste Tondichtung aus Smetanas Zyklus „Mein Vaterland“ ist Symbol nationaler Identität der Tschechen. Im Konzentrationslager Mauthausen bei Linz spielten tschechische Häftlinge 1944 die „Moldau“ als Symbol ihres ungebrochenen Durchhalte-Willens. Seit Smetana die „Moldau“ schrieb, gilt sie als politisches Manifest. Sie ist ein Ohrwurm, den jeder sofort erkennt. Sie ist Inbegriff tschechischer Kultur und mit ihr feiert sich die Nation bis heute. In Zeiten nationaler Befreiung von der Donau-Monarchie im 19., während der Nazi-Okkupation und der sowjetischen Herrschaft im 20. Jahrhundert &#8211; die „Moldau“ gab den Tschechen im Widerstand Hoffnung und Zuversicht auf Freiheit und Selbstbestimmung. Seit 1946 wird sie jährlich am 12. Mai, dem Todestag Smetanas, zur Eröffnung des Prager Frühlings gespielt.</p>
<p>Jakub Hrůša ist im tschechischen Brünn geboren und der Shooting Star unter den jungen, international renommierten Dirigenten. In diesem Film probt und dirigiert er die „Moldau“ und zeigt wie eng das Werk mit der Natur, der Landschaft Tschechiens und dem Leben des Freiheitskämpfers und Komponisten Smetana verbunden ist. In Parallelmontagen geht die us-amerikanische Musikforscherin und Smetana Expertin Kelly St. Pierre, Autorin des Buches &#8220;Bedřich  Smetana &#8211; Myth, Music and Propaganda&#8221;, entlang des Flusses auf eine Reise durch die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Werkes, um zu erkunden, was der Vaterlandsbegriff den Tschechen heute bedeutet und wie sie ihn noch immer mit der Moldau verbinden. Sie begegnet jungen Tschechen, Schriftstellern und Politikern, die ihr erzählen, was ihnen Begriffe wie Nation und Vaterland heute bedeuten.</p>
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		<title>DANIEL LIBESKIND &#8211; MAGIER DER EMOTIONEN</title>
		<link>http://www.dokfabrik.de/?p=2906</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2021 12:54:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der in New York lebende Daniel Libeskind ist nicht nur als Architekt ein Magier der Emotionen. Er gilt als der Philosoph unter den Architekten und als einer der wichtigsten Wegbereiter des Dekonstruktivismus, der die Postmoderne ablöste. <span class="morelink"><a href="http://www.dokfabrik.de/?p=2906">[+]</a></span>]]></description>
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<p>Er baute das Jüdische Museum in Berlin, das Imperial War Museum in Manchester, das Hochhaus Zlota in Warschau, die Leuphania Universität Lüneburg, das Militärhistorische Museum Dresden und den Kö-Bogen in Düsseldorf. Er entwarf den Master-Plan für das One World Trade Center auf dem Ground Zero in New York. Er gestaltete Bühnenbild und Kostüme für Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ am Saarländischen Staatstheater und verwandelte Frankfurt in ein Musiklabor. In Toulouse wird sein reich begrünter Occitaine Tower und in Nizza das Hilton Garden in Form eines Diamanten entstehen. Der in New York lebende Daniel Libeskind ist nicht nur als Architekt ein Magier der Emotionen. Er gilt als der Philosoph unter den Architekten und als einer der wichtigsten Wegbereiter des Dekonstruktivismus, der die Postmoderne ablöste. Am 12. Mai 2021 wird er 75 Jahre alt.</p>
<p>„Eine Partitur und eine architektonische Skizze“ – so Libeskind – „sind dasselbe. Beide, Musik und Architektur, basieren auf einem kodierten Kommunikationssystem: Musiknotation oder ein architektonischer Entwurf oder ein Masterplan, beide müssen höchst präzise sein und beide, sowohl die Aufführung als auch die Konstruktion verlangen spezifische interpretatorische Fähigkeiten. Die mathematische und geometrische Präzision der Musik und der Architektur rufen emotionale Reaktionen hervor. Ich finde die Art wie Musik und Architektur entstehen fast identisch. Mein Ground-Zero-Masterplan zum Beispiel, eine Serie sehr präziser Zeichnungen, gleicht in jeder Hinsicht einer Partitur. Ich bin kein Geiger, Cellist oder Schlagzeuger – ich bin viel mehr der Komponist oder der Dirigent, der nicht in Erscheinung tritt. Mein Orchester sind die Architekten und Bauingenieure. Sie interpretieren meine Zeichnungen innerhalb bestimmter Freiheiten, die ich ihnen gebe. Sonst wäre der Bau ein lebloser mechanischer Prozess. Musik und Architektur sind für mich das gleiche. Musik stellt eine Struktur in Klang und Zeit dar und Architektur eine Struktur in Raum und Zeit. Ich betrachte sie wirklich als die gleiche Art von Schwingungen: Wenn ich einen Stift auf das Papier drücke, ist das wie eine Taste auf dem Klavier niederzudrücken.“</p>
<p>1983 entsteht eine Serie von Zeichnungen, die wie keine andere die Verschmelzung architek-tonischer und musikalischer Strukturprinzipien in Libeskinds Werk verdeutlicht und die seine Arbeit bis heute prägen. Die „Chamber Works“ entstanden in den Jahren als Libeskind den Lehrstuhl für Architektur an der Cranbrook Academy of Art in Bloomfield Hills Michigan leitete. „Ausgangspunkt dieser Zeichnungen war“ – so Liebeskind – „die Beziehung zwischen Musik und Architektur“. Noch nie wurde der Versuch unternommen, diese Zeichnungen, die aussehen wir Partituren, in einem der Gebäude Libeskinds, zum Klingen zu bringen.</p>
<p>Erstmals wagt Daniel Libeskind &#8211; der Spätzünder aus der Bronx, der ursprünglich vor hatte Musik zu studieren, sich dann aber anders entschloss um Architekt zu werden &#8211; in dieser biografischen Dokumentation ein Experiment. Die Parallelen, die er zwischen Musik und Architektur zieht, sollen erstmals auf den Prüfstand gelangen. Der Pianist Benyamin Nuss, Opus Klassik Preisträger 2019 und Daniel Libeskind wagen den Versuch, die „Chamber Works“ aus dem Jahr 1983 wie eine Partitur zu lesen und sie improvisierend in gleichsam klingende Architekturen zu verwandeln. Im Prototyp von Libeskinds erstem Einfamilienhaus, das wie ein aus dem Boden gewachsener Kristall wirkt, werden der Pianist und der ehemalige Akkordeonspieler aus der New Yorker East Side Soundbeziehungen zwischen der realen Architektur und dem Sound der Chamber Works herstellen.</p>
<p><span>Eingebettet in die Biografie des Ausnahmearchitekten Daniel Libeskind blickt der Film anlässlich seines fünfundsiebzigsten Geburtstages hinter die schillernden Kulisse der glanzvollen, mal kantigen, mal geschwungenen und vielfältig gebrochenen Fassaden seiner Gebäude. Die künstlerisch den Architekturen entsprechend geführte Kamera gibt den Blick frei auf ihre Ursprünge und Wirkungen. Ursprünge und Wirkungen, die sich nur dann erschließen, wenn man – wie Libeskind selbst sagt – erkennt, wie musikalisch sie konzipiert sind. Parallel zu der Entstehung der ersten musikalischen Umsetzung der Skizzenserie „Chamber Works“ geht der Film im für seine Karriere wichtigsten Bauwerk, dem Jüdischen Museum in Berlin, den ästhetischen und künstlerischen Wurzeln des Architekten und der Seele seiner Bauten auf den Grund. Hier treffen wir die Architekturphilosophin Lidia Gasperoni, die Libeskinds Philosophie des Entwerfens und Bauens und seine Auseinandersetzung mit Geschichte, Literatur und Musik erforscht hat. Anhand von Libeskinds oft kolorierten Skizzen erläutert sie die Entstehungsprozesse seiner wichtigsten Bauten und Masterpläne, wie etwa den des One World Center New York.</span></p>
<p>In Berlin erzählt Thomas Willemeit, Architekt und bis 2001 im Team des Studio Libeskind, am Beispiel der herausragenden, nach dem Jüdischen Museum entstandenen Bauten, wie sich der Stil des Architekten bis heute weiterentwickelt hat.Von der Architekturphilosophin Lidia Gasperoni erfahren wir warum Libeskinds Entwürfe eigenständige Kunstwerke sind, wie sie in Relation zu seinen Gebäuden stehen und was die dekonstruktivistische Fassade des Kö-Bogens in Düsseldorf mit der Erzählung „Der Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry zu tun hat. Die Architekturhistorikerin Eva Maria Froschauer ordnet Libsekind und seine Bauten in die Architekturgeschichte ein.</p>
<p>Last not least erzählt Daniel Libeskind im Interview, das wir in seinem Studio in New York aufzeichnen, wie er vom musikalischen Wunderkind, das in der Bronx aufwuchs, zum Wegbereiter des architektonischen Dekonstruktivismus und Schöpfer des Masterplans für das One World Center New York wurde und warum Geschichte, Philosophie und Musik in all seinen Entwürfen eine so wichtige Rolle spielen.</p>
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		<title>NIEDERRHEIN MUSIKFESTIVAL &#8211; DIALOG DER KULTUREN</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2020 11:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Niederrhein Musikfestival hat sich an vielfältigen Veranstaltungsorten ein breites Publikum erschlossen. Mit Education-Projekten erreicht es Kinder und Jugendliche und trägt zu deren musikalisch-künstlerischer Bildung bei. Längst ist das Festival zu einer überregional beachteten Kulturmarke geworden. <span class="morelink"><a href="http://www.dokfabrik.de/?p=2950">[+]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="NIEDERRHEIN MUSIKFESTIVAL" href="https://www.youtube.com/watch?v=6ZlLwFoyT3Q" target="_blank">FILM ANSEHEN</a></strong></p>
<p>Das Niederrhein Musikfestival ist fest verwurzelt in einer der traditionsreichsten Kulturlandschaften Deutschlands. Zwischen niederländischer Grenze und Rhein gelegen, steht die an Museen, Theatern, Schlössern und Baudenkmälern reiche Region Niederrhein seit jeher für den Austausch der Kulturen. Das hier angesiedelte Niederrhein Musikfestival wurde 2005 gegründet, um die kulturelle Diversität zu fördern und den Dialog unterschiedlicher Künste, Musik, Malerei, Streetart, Schauspiel, Tanz und Jugendkultur zu vertiefen. Damit hat sich das Festival in den zurückliegenden fünfzehn Jahren an vielfältigen Veranstaltungsorten ein breites Publikum erschlossen. Mit seinen Education-Projekten erreicht es zusätzlich Kinder und Jugendliche und trägt zu deren musikalisch-künstlerischer Bildung bei. Längst ist das Niederrhein Musikfestival zu einer auch überregional beachteten Kulturmarke geworden.</p>
<p>Das Niederrhein Musikfestival rückt in seinen Konzerten Jahrhunderte alte, jedoch gerade heute wieder heiß diskutierte gesellschaftliche Themen wie Migration, kulturelle Vielfalt und den Dialog der Kulturen ins Zentrum. Damit ist es Teil des aktuellen gesellschaftlichen Diskurses über Nationalismus, Meinungsfreiheit, Menschenwürde und ethnische Vielfalt.</p>
<p>Der Film geht auf eine Spurensuche nach dem Erfolgsgeheimnis und der Seele des Niederrhein Musikfestivals. Entlang der Konzerte des Jahres 2020 und in Rückblenden in herausragende musikalische Momente der vergangenen Jahre erzählt er die spannende Geschichte des Festivals und zeigt wie sich das Festival heute an seinen Veranstaltungsorten präsentiert.</p>
<p>Den roten Gegenwarts-Faden des Films bilden die Proben zu drei Konzerten des Jahres 2020. Sie stehen unter dem Motto „Wechselspiel zwischen Orient und Okzident“, „Zeitreise durch die Musik Perus“, „Bewegende Klänge – Musik trifft Tanz“ und finden an verschiedenen Veranstaltungsorten des Festivals statt. In lebhaften Eindrücken von den Proben und Konzerten sowie Interviews mit den Musikern und Protagonisten zu den Themen der Konzerte werden die Intentionen des Niederrhein Musikfestivals hautnah und auf emotionale Weise erfahrbar.</p>
<p>Die Veranstaltungsorte des Festivals bilden den atmosphärischen Hintergrund für Rückblenden von der Gegenwart aus zurück in die Geschichte des Festivals. Was verbindet die Veranstaltungsorte miteinander? Welche Bedeutung haben sie für die Region und warum sind sie für die Programme des Musikfestivals so hervorragend geeignet?</p>
<p>Festivalchefin Annette Maiburg und Repräsentanten der Veranstaltungsorte erzählen über die Bezüge zwischen Musik und Raum. Archivaufnahmen zeigen wie die Veranstaltungsorte sich in Konzerträume verwandeln. In emotional aufgeladenen und filmisch hochwertig gedrehten Bildern erzählt der Film davon, wie die Musiker ihre Konzerte erarbeiten und proben, was sie dazu bewegt, am Niederrhein Musikfestival mitzuwirken und welche Emotionen und Gedanken das Publikum von den Veranstaltungen mit in den Alltag nimmt. Der Film wird inhaltlich getragen von der Frage: Können Kunst und Musik die Welt verändern? Am Ende wird eine positive Antwort stehen: Ja, sie ist dazu in der Lage, wenn sie die Menschen bewegt, zum Nachdenken über sich und ihr soziales Umfeld anregt und in einen Dialog miteinander bringt.</p>
<p>MODUL I Der Dokumentarfilm (30 min.) dokumentiert die Erarbeitung der drei Konzertprogramme dieses Jahres in Form eines Making Of. Er stellt die Veranstaltungsorte vor, zeichnet ein eindrucksvolles Bild der künstlerischen Bandbreite des Festivals, seiner Education-Projekte und der Festivalgeschichte.</p>
<p>MODULE II-IV Drei Aufzeichnungen von Ausschnitten aus dem Konzertprogramm in Konzertkleidung an ihren Veranstaltungsorten (jeweils ca. 15 min.). Sie fließen in den Dokumentarfilm ein und können zusätzlich als alleinstehende Module verwendet werden.<br />
Aufwendig (Drohne, Steadycam, Slider, Schienen) gedrehte Naturaufnahmen, BIlder der Veranstaltungsorte, dokumentarische Elemente sowie szenisch gedrehte Interviews werden mit Proben und Konzert-Aufnahmen des Festivals in Multicamera-Auflösung kombiniert. Rückblenden in die Festivalgeschichte werden mit Archivmaterial der vergangenen Festival Konzert- und Education-Projekte realisiert, das filmisch einfühlsam in den Neudreh integriert wird.</p>
<p>TÜRKISCH FÜR FORTGESCHRITTENE<br />
Adnan Maral Sprecher<br />
Anette Maiburg (Flöte/Idee und Projektleitung), Adnan Maral (Lesung), Karina Buschinger (Violine), Yazan Alsabbagh (Klarinette), Piotr Skweres (Violoncello), Andreas Mildner (Harfe), Feti Ak (Percussion), Mathias Hacker (Kontrabass)</p>
<p>CLASSICA LATINA <strong><br />
</strong>Juan Carlos Navarro (Gitarre), Anette Maiburg (Flöte), Alexander Morsey (Kontrabass), Pablo Sáez (Percussion), Kathye Molina (Tanz)</p>
<p>BEWEGENDE KLÄNGE<br />
Anette Maiburg (Flöte), Anthony Spiri (Klavier), Mathias Hacker (Kontrabass), Feti Ak (Percussion), Elanor Freeman (Tanz), Martin Chaix (Choreographie)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>DER TRAUM VOM GESAMTKUNSTWERK</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2019 17:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Neo Rauch und Markus Lüpertz - zwei Megastars der Kunstszene, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide verlassen ihre Ateliers und ihre absolute künstlerische Freiheit, um ihre Kunst dreidimensional werden zu lassen. <span class="morelink"><a href="http://www.dokfabrik.de/?p=2774">[+]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neo Rauch und Markus Lüpertz &#8211; zwei Megastars der Kunstszene, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide verlassen ihre Ateliers und ihre absolute künstlerische Freiheit, um ihre Kunst dreidimensional werden zu lassen.</p>
<p>Begegnungen zwischen bildender Kunst und Oper im 20. und 21. Jahrhundert: In Anlehnung an das Wagner‘sche Gesamtkunstwerk macht die zweiteilige Dokumentation deutlich, wie bildende Kunst und Oper sich gegenseitig genährt und bisweilen auch radikal beeinflusst haben.</p>
<p>TEIL 1</p>
<p>Nirgends sind Gegenwartskunst und Oper enger miteinander verbunden als in Bayreuth. Hier haben der deutsche Maler Neo Rauch und seine Frau Rosa Loy Bühne und Kostüme für Richard Wagners Oper „Lohengrin“ gestaltet. Im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel wollte Richard Wagner einst seinen Traum von einem Gesamtkunstwerk aus Malerei, Musik und Drama verwirklichen.</p>
<p>Zwei Gegenwartskünstler und ihre aktuellen Bühnenarbeiten stehen im Mittelpunkt der ersten Folge dieses Zweiteilers. Neo Rauch, der mit „Lohengrin“ sein erstes Opern-Bühnenbild schuf, und Markus Lüpertz, der schon mehrfach für die Bühne arbeitete. Für das Theater Regensburg entwarf er Kostüme und Bühne zu der Oper „Una cosa rara“ des spanischen Komponisten Vicente Martín y Soler.</p>
<p>Rückblenden in die Kunstgeschichte zeigen wie Künstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts Richard Wagners Vision eines Gesamtkunstwerks aufgreifen und die Oper als kreativen Entfaltungsraum entdecken. Adolphe Appia entwirft symbolistische Szenerien, Pablo Picasso trägt den Kubismus in die Oper, die russische Avantgarde sorgt weltweit für Aufsehen und Bauhaus-Künstler gestalten Bühnenbilder. Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, gelten weite Teile der Moderne als entartet. Jetzt bestimmt das Regime, was auf den Opernbühnen gezeigt wird.</p>
<p>TEIL 2</p>
<p>Nach der Machtergreifung 1933 bestimmen die Nationalsozialisten, welche Künstler Opern ausstatten dürfen. Reichsbühnenbildner Benno von Arent soll jetzt für NS-gemäße Bühnenbilder sorgen. Im Auftrag des Propagandaministeriums überwacht er die Theater des Reichs. Mit einer Ausnahme: Bayreuth. Hier ist Adolf Hitler persönlich künstlerischer Berater von Festspielchefin Winifred Wagner.</p>
<p>In Bayreuth wird noch immer der „Parsifal“ gespielt, den Wagner selbst einst aus der Taufe hob. 1934 sorgt Hitler persönlich dafür, dass Alfred Roller, ein Künstler der Wiener Moderne, den Auftrag bekommt, das neue „Parsifal“-Bühnenbild zu entwerfen. Als der Krieg vorbei ist, kann sich die Kunst wieder frei entfalten und in den 50er Jahren entstehen neue Opernhäuser. Bildende Künstler und Architekten arbeiten gemeinsam daran, Wagners Traum vom Gesamtkunstwerk Wirklichkeit werden zu lassen.</p>
<p>In Gelsenkirchen baut Werner Ruhnau das Musiktheater im Revier, an dem gleich drei international renommierte Künstler mitwirken: Robert Adams, Jean Tinguely und Yves Klein. Die Wandreliefs im Foyer sind bis heute Kleins größte Arbeiten.</p>
<p>Die Dokumentation erzählt davon, wie sich die Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Opernbühnen neu ausrichtet. Der Film spannt den Bogen von der Minimal Art der 60er Jahre über die avantgardistischen Raumvisionen des italienischen Stararchitekten Renzo Piano und die Lichtskulpturen James Turrells bis hin zu den polarisierenden Wagner-Inszenierungen von Christoph Schlingensief am Anfang des 21. Jahrhunderts.</p>
<p>&nbsp;</p>
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